Was kommt auf uns zu?

Die Frage ist derzeit schwer einzuschätzen. Anzunehmen ist jedoch, dass die Hygienemaßnahmen in Hotellerie und Gastronomie überdacht werden müssen und aus heutiger Sicht auch verschärft werden. Es gibt nämlich einen Bereich in der Verpflegung der mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nach der Wiedereröffnung der Hotels und Restaurants in der aktuellen Form nicht mehr betrieben werden kann:

Das Buffet

Ein Buffet stellt trotz vorhandenem Spuckschutz ein extrem hohes Infektionsrisiko dar. Über Häuser, welche bis heute noch ohne Spuckschutz arbeiten, schweigen wir hier lieber.
Wöchentliche Themenbuffet einzustellen stellt dabei nicht eine so große Herausforderung dar wie der komplette Verzicht auch das Frühstücksbuffet oder Salatbuffet. Da muss logistisch schon etwas mehr Hirnschmalz investiert werden.

Als möglich Vorbereitung darauf kann man sich mehrere Szenarien überlegen:

  • Buffets einstellen und ein á la Carte Angebot erstellen. Das wir vor allem beim Frühstücksbuffet eine Herausforderung.
  • Statt dem Frühstücksbuffet vermehrt auf Frühstück am Zimmer setzten (Room Service, natürlich mit Room Service Zuschlag). Das bereits bestehende Bestellsystem für das Etagenfrühstück kann dabei adaptiert werden.
  • Das Angebot auf Buffets ausdünnen und das verbliebene Angebot räumlich weit verteilen, um Anstellen oder Kontakt auf zu engem Raum zu vermeiden.
  • Alle angebotenen Lebensmittel portionieren und verpacken, um Kontamination zu vermeiden (z.B. Müsli abgefüllt in kleine Weckgläser mit Deckel)
  • Komplett auf vorverpackte Ware zurückgreifen (Das erhöht natürlich wieder die Umweltbelastung durch Verpackungsmüll).
  • Die Speisenausgabe über ein Frontcooking mit mehreren Köchen regeln (Diese natürlich mit Mundschutz und eventuell weiteren Schutzmaßnahmen ausstatten).
  • Bei niedriger Frequenz ausschließlich Service am Tisch anbieten (Frühstück).
  • Lunch Boxen – Eine neue und innovative Lunchbox-Kultur überlegen – auch interessant in Verbindung mit einem Take Away Geschäft.

Das Restaurant

Auch hier zeichnen sich bereits einige Punkte ab, welche sich nach der Öffnung als Herausforderung darstellen werden und die man bereits heute in die Planungen einbinden kann.

Bestellung

Eine Tischreservierung sollte dieser Tage vorausgesetzt werden, auch, um zum Beispiel die Möglichkeit seine Speisen im Vorfeld bestellen zu können, zu kommunizieren.
Online wäre da natürlich vorteilhaft, aber auch mit einer online gestellten Speisekarte, bei der man den Link per SMS oder WhatsApp o.ä. mit der Reservierungsbestätigung zusendet und den Speisen ggf. Nummern zuteilt, wäre eine Bestellung im Vorfeld leicht möglich. Auf vielen Kanälen kann man die Speisekarte auch als PDF-Datei versenden.

Um die Kapazitäten eines Restaurants zu erweitern, könnte man leere Zimmer entsprechend vorbereitet als Lounges anbieten, in denen man für bis zu drei Personen serviert.

Take Away

Die Idee des Liefer- oder Abholservice ist ja schon allgemein bekannt und muss sicherlich nicht beschrieben werden.

Bezahlung

Da eine Schmiereninfektion über Bargeld ausgeschlossen scheint und auch die Bezahlung per Karte meist durch die PIN-Eingabe nicht kontaktfrei passiert, können alle Zahlungsmöglichkeiten akzeptiert werden, wobei ein Einsatz von Desinfektionsspray sicherlich nicht verkehrt ist.

Schutzmaske

Kann man so diskutieren, wie auch Schutzmasken an der Rezeption. Wir werden auch in der Vergangenheit keinen Kellner gesehen haben, der auf das Essen hustet. Je nach Stil und Sicherheitsempfinden kann man diese aber natürlich einsetzen. Aber vielleicht kommt ja auch mal wieder die gute alte Cloche ins Spiel.

Beschäftigen Sie sich früh genug mit der Überarbeitung ihres Hygienekonzeptes. Es geht nicht nur um die Aufrüstung mit Schutzmasken und Desinfektionsmittel. Es geht um das neudefinieren von kompletten Prozessketten und der dazugehörigen Interaktion von Mitarbeitern und Gästen.

Gerne Unterstützen wir Sie bei diesen Herausforderungen – nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Sie erreichen den Autor unter d.froehlich@neustark.at